Minimal-Kriterien

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MINIMAL-KRITERIEN DES KLIMA-BÜNDNIS LËTZEBUERG

Folgende Minimal-Kriterien für die Mitgliedsgemeinden des Klima-Bündnis Lëtzebuerg wurden festglegt.

Strategie:

–    Jede Mitgliedsgemeinde lässt ein Energiekonzept erstellen, das sowohl den Energieverbrauch der einzelnen Bereiche (kommunale Einrichtungen, Haushalte, Betriebe, Verkehr) erfasst als auch deren Potentiale für Energiesparen und den Einsatz erneuerbarer Energien erfasst. Das Energiekonzept zeigt Maßnahmen-Szenarien auf, die es erlauben, die gesetzten Klimabündnisziele zu erreichen, und wieviel Mittel in den jährlichen Haushalten dafür vorzusehen sind bzw. dadurch eingespart werden können. Die nationale Koordination stellt ein Lastenheft für diese Energiekonzepte zur Verfügung.

–    Die Mitgliedsgemeinden schöpfen ihre Möglichkeiten der CO2-Reduzierung im Bereich Verkehr und Mobilität aus. Neben den Maßnahmen zur Förderung des öffentlichen Transports und des Langsamverkehrs (Fahrrad und Fußgänger), werden vor allem in größeren Gemeinden kommunale Verkehrskonzepte erstellt. Kontinuierliche Mitmach-Aktionen für die lokale Bevölkerung, klimaverträglich-es Verkehrsverhalten der eigenen Verwaltung und das Einwirken auf staatliche Verwaltungen und Ministerien gehören ebenfalls zu diesen Möglichkeiten.

–    Die Klima-Bündnis-Gemeinden erstellen CO2-Bilanzen und führen Buch über die Energieverbräuche ihrer eigenen Gebäude und Einrichtungen (Energie-Buchführung). Die nationale Koordination erstellt die Berechnungsgrundlagen (Computer-Rechenprogramme) für diese Aufgaben und übernimmt soweit sinnvoll die gemeinsame nationale Datenbeschaffung (z.B. Energieverbräuche, Verkehrsdaten).

–    Jede Mitgliedsgemeinde stellt einen Nord-Süd-Aktionsplan für die Unterstützung von Projekten im Süden der Welt und die Bildungsarbeit in der Gemeinde auf und sieht die dafür nötigen Mittel im Budget vor. Die Koordination schlägt den Gemeinden dazu Projekte auf den drei Süd-Kontinenten vor, die in die Klima-Bündnis-Philosophie passen. Diese Projekte dienen nach Möglichkeit als Ausgangspunkt für die Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit vor Ort für verschiedene Zielgruppen von Kindern bis zu Erwachsenen (Vorträge, Work-shops, Ausstellungen, Feste, pädagogische Materialien, Projektreisen u.a.) Im Mittelpunkt stehen dabei die Zusammenhänge zwischen Klima, Konsumverhalten im „Norden“ und Lebensbedingungen im „Süden“.

–    Die Bemühungen zum globalen Klimaschutz werden bei jeder kommunalen Entscheidung beachtet. Dies gilt sowohl für Energiefragen (z.B. Gebäude-Wärmestandards, erneuerbare Energien), für die Organisation des Verkehrs (Priorität für den öffentlichen Transport sowie für Fuß- und Fahrradverkehr), für die kommunale Beschaffung (Energie aus erneuerbaren Quellen, energiesparende Geräte und umweltschonende Produkte bevorzugen) als auch für Nord-Süd-Aspekte (z.B. in der kommunalen Beschaffung: Produkte aus fairem Handel, FSC Label für Holzprodukte). Wo immer es möglich ist, wird eine Verbindung von eigenen Aktionen mit Projekten im Süden der Welt hergestellt („Global Denken – Lokal handeln“).
Die Klimabündnisgemeinden treffen keine Entscheidungen, die im evidenten krassen Gegensatz zu den Zielen der Klimabündnisarbeit stehen.

Organisation:

–    Eine „Klima-Bündnis-Gruppe“ (Arbeitsgruppe / Kommission / Vereinigung), die von der Gemeinde unterstützt wird, übernimmt die lokale Begleitung der Klima-Bündnis-Aktivitäten. Dabei soll auf die Verbindung Umwelt und Nord/Süd geachtet werden.

–    Im Schöffenrat/Gemeinderat jeder Mitgliedsgemeinde ist eine Person für die Klima-Bündnis-Aktivitäten zuständig. Diese Person vertritt die Gemeinde bei Versammlungen der nationalen Koordination. An Versammlungen der nationalen Koordination mit politischem Charakter nimmt eine Person aus dem Schöffenrat teil.

In der Gemeindeverwaltung ist darüber hinaus mindestens eine weitere Person für Umwelt- und Nord-Süd-Themen zuständig.

–    Mindestens einmal im Jahr befasst sich der Gemeinderat mit den Arbeiten im Klima-Bündnis. Dies kann z.B. auf der Grundlage eines Jahresberichtes, einer CO2-Bilanzierung oder anläßlich des Besuches einer Delegation von Völkern aus dem Süden der Fall sein.
Kommunikation:

Die Gemeinde trägt dafür Sorge, das Wissen ihrer Bürger über das Klima-Bündnis und ihre Identifikation damit kontinuierlich zu verbreiten und zu vertiefen:

–     Die Publikationen (Broschüren, Briefpapier..) und Veröffentlichungen (Gemeindeblatt, Homepage…) der Gemeinde enthalten das Klima-Bündnis-Logo.

–    Die Gemeinde informiert ihre Bevölkerung regelmäßig über ihre Arbeiten im Klimabündnis und setzt die eigenen Aktivitäten und Projekte in diesen Zusammenhang (z.B. energiesparendes Gebäude = Klimaschutz, Transfair Produkte = Klima-Bündnisarbeit. Diese Information beinhaltet nicht nur die tatsächlich erreichten Ziele und Fakten, sondern betrifft besonders die kontinuierliche Sensibilisierungsarbeit der Gemeinde.

–    Die Gemeinde organisiert und fördert Bildungs- u.a. Veranstaltungen zu klimabündnisrelevanten Themen auf lokalem, regionalem und nationalem Niveau.

Die Mitgliedsgemeinden erklären sich bereits, diese Minimal-Kriterien in einem Zeitraum, der sinnvolle Klimabündnisarbeit ermöglicht, (max. 3 Jahre), zu erfüllen. Bestehende Klimabündnis-Gemeinden, die bisher noch kein Energiekonzept und keinen Nord-Süd-Aktionsplan haben, erstellen diese bis Ende 2006 (Verkehrskonzepte bis 2007).

Um die Gemeinden bei ihrer Arbeit zum Erreichen der Klimaschutzziele und bei der Umsetzung dieser Minimal-Kriterien und der SOLL-Kriterien zu unterstützen, wird in den Mitgliedsgemeinden eine Begutachtung durch externe Fachkräfte durchgeführt. Dieses Gutachten dient als interne Evaluierung der Klimabündnis-Arbeiten. Die Gemeinde bespricht mit der nationalen Koordination das Resultat dieses Gutachtens, mit dem Ziel, eventuelle Schwachstellen zu bereinigen.
(Beschlossen von der Plenarsitzung des ‚Klima-Bündnis Lëtzebuerg’ in Steinsel, Nov. 2005)