Die Vereinten Nationen bringen Entwicklung und Nachhaltigkeit zusammen

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Die Vereinten Nationen bringen Entwicklung und Nachhaltigkeit zusammen

Die Vereinten Nationen bringen Entwicklung und Nachhaltigkeit zusammen

Klima-Bündnis Lëtzebuerg KB International 28 September 2015

Die bevorstehende Verabschiedung der 2030-Agenda und der Nachhaltigkeitsziele spiegelt die Arbeit von 1.700 Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis wieder

Frankfurt, 24. September 2015. An diesem Wochenende wird sich die internationale Staatengemeinschaft am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York treffen, um die 2030-Agenda und die darin enthaltenen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu verabschieden. Während ihre Vorgänger, die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs), sich auf den Globalen Süden konzentrierten, nehmen die 17 SDGs alle in die Pflicht. Die ökonomischen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsziele haben einen ganzheitlichen Ansatz, führen Klimaschutz und Entwicklung zusammen und erkennen die besondere Rolle der kommunalen Ebene an – für viele ist dieser integrierte Ansatz längst überfällig.

Das Klima-Bündnis betont kurz vor der Verabschiedung der „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ besonders die Anerkennung der kommunalen Ebene und hebt die globale Bedeutung der lokalen Aktivitäten hervor. Neben Kommunen sind auch indigene Völker unter den neun Schlüsselakteuren zur Erreichung der Ziele ausdrücklich genannt. „Genau dies spiegelt sich in den Grundprinzipien des Klima-Bündnis wieder: Wir sehen indigene Völker und Kommunen als entscheidende Akteure im Nachhaltigkeitsprozess. In diesem Sinne ist die Arbeit von vielen Klima-Bündnis-Kommunen beispielhaft.“ betont Thomas Brose, Geschäftsführer des Städtenetzwerks.

Die Hansestadt Rostock ist eins dieser Beispiele: Seit vielen Jahren steht Klimaschutz auf der Agenda der Hansestadt ganz oben, doch dies bedeutet weit mehr als CO2 zu reduzieren. Seit vielen Jahren nimmt Rostock erfolgreich an der STADTRADELN-Kampagne teil, 2013 wurde die Stadt im Norden „Hauptstadt des Fairen Handels“ und seit letztem Jahr unterstützen sie das indigene Schutzgebiet Amarakaeri, ein Biodiversitäts-Hotspot im peruanischen Regenwald, zur Erhaltung von rund einer Million Hektar Regenwald. Diese grenzüberschreitende Kooperation ist ein Vorreiterbeispiel für das Nachhaltigkeitsziel 17, Mittel zur Implementierung und Wiederbelebung von globalen Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung zu stärken. Neben diesem Ziel ist das Projekt auch ein Beispiel für das Ziel 15, welches für den Stopp des Biodiversitätsverlusts und für eine nachhaltige Forstwirtschaft steht.

Vorbildlich setzt auch die belgische Stadt Gent die noch zu verabschiedenden Ziele lokal um. Ziel 7, Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie wird in Gent seit 2009 gelebt: Haushalte werden mit geringem Einkommen im Programm für eine rationellere Energieverwendung in den Blick genommen. Dies ist gleichzeitig die lokale Implementierung von Ziel 11, Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen. „Wir kümmern uns nicht nur um die Gesundheit durch die Verbesserung des Raumklimas, wir helfen auch den Betroffenen Geld bei ihrer Stromrechnung zu sparen und senken gleichzeitig unsere CO2-Emissionen“, bestätigt Tine Heyse, stellvertretende Bürgermeisterin von Gent.

Diese und viele weitere Beispiele zeigen die Wege mit denen Klima-Bündnis-Kommunen bereits jetzt die Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene mit Leben füllen.

Das EU-geförderte Projekt des Städtenetzwerkes setzt genau hier an: Unter dem Motto, „Wie wollen wir in Zukunft leben”, zeigen europäische Kommunen die Konsequenzen des übermäßigen Konsums natürlicher Ressourcen und die damit einhergehenden Folgen des Klimawandels auf. BürgerInnen werden aktiviert ihre eigenen Konsummuster zu überdenken und auf Grundlage der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“ zu handeln.

Die 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung unterstreicht die Gründungsidee des Klima-Bündnis: Um sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen, ist die Verknüpfung von lokalem Handeln mit globaler Verantwortung erforderlich.

 

Weitere Informationen

•          Klima-Bündnis-Stellungnahme in Hinblick auf UN-Klimakonferenz (COP21 in Paris)

•         EYD2015: Wie wollen wir in Zukunft leben? – www.overdeveloped.eu

•         Informationen zu Rostocks Arbeit mit den Amarakaeri von Peru

•          Gents rationelles Energieverwendungs-Programm (in flämisch)

•         Für unsere deutschen Mitglieder: Workshops und Foren in Hinblick auf die Agenda-2030 während der nationalen Kommunalen Klimaschutz-Konferenz in Bonn am 2. und 3. November 2015

 

Kontakte

Sara Schmitt Pacífico, T. +49 69 717139-18, s.schmitt@climatealliance.org    

Silke Lunnebach, T. +49 69 717139-32, s.lunnebach@climatealliance.org

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