Filmabende und Diskussionen mit Schülern rund um den Belo Monte-Staudamm in Brasilien

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Filmabende und Diskussionen mit Schülern rund um den Belo Monte-Staudamm in Brasilien

Filmabende und Diskussionen mit Schülern rund um den Belo Monte-Staudamm in Brasilien

Nadine Haas, ASTM / Klima-Bündnis Aus der Praxis 6 Dezember 2018

In der ersten Novemberwoche hat ASTM/Klimabündnis Lëtzebuerg eine Reihe von Veranstaltungen rund um den Dokumentarfilm „Count-Down am Xingu V“ organisiert, bei denen auch der Regisseur anwesend war. Der aus Frankfurt stammende Journalist und Filmemacher Martin Keßler hat das Bauprojekt Belo Monte sowie die Widerstandsbewegungen gegen den Staudamm über einen Zeitraum von 10 Jahren beobachtet und immer wieder dokumentiert. Der Film wurde an drei Abenden in der Cinémathèque, im Scala in Diekirch sowie im Le Paris in Bettembourg gezeigt, wobei der Regisseur dem Publikum anschließend für Fragen zur Verfügung stand. Zusätzlich haben wir mit Martin Keßler Schulklassen im Athénée und im Fieldgen besucht und die Fragen der Schüler zu dem Film beantwortet.

Für diejenigen, die nicht bei den Filmabenden dabei sein konnten: wir verleihen gerne DVDs des Films an interessierte Gemeinden, die einen Belo Monte-Filmabend organisieren möchten (Originalversion mit französischen Untertiteln oder deutsche Version; Dauer: 95 Minuten).

Zum Film

Am Fluss Xingu wird seit 2011 am Belo Monte-Staudamm gebaut. Einmal fertiggestellt, soll dieser drittgrößte Staudamm der Welt Strom für den wirtschaftlichen Aufschwung Brasiliens liefern. Der Preis hierfür ist hoch: massive Verstöße gegen Menschen- und Umweltrechte wie Morddrohungen, Repression, Überflutung von 400km2 Regenwald, Vertreibung von 14.000 Flussanwohnern sowie Zwangsumsiedlung von 20.000 Bewohnern der Stadt Altamira. Das Staudammprojekt stößt von Anfang an auf massiven Widerstand: es bedroht nicht nur die Anwohner der Stadt Altamira, welche zum Teil durch das Staudammprojekt geflutet wird, sondern auch die an der „großen Schleife“ des Flusses Xingu ansässige indigene Bevölkerung, deren Lebensraum zerstört wird. Der Film „Count-Down am Xingu V“ dokumentiert die Widerstandsbewegungen und hinterfragt, wer eigentlich von dem umstrittenen Staudamm profitiert. Belo Monte ist dabei kein Einzelfall: 150 Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden.

Mehr Informationen zu den Hintergründen des Belo-Monte-Staudammprojekts finden Sie hier.

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