Klim(A)rgumentéieren: Klimaskeptikern & Fake News nicht das Feld überlassen!

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Klim(A)rgumentéieren: Klimaskeptikern & Fake News nicht das Feld überlassen!

Klim(A)rgumentéieren: Klimaskeptikern & Fake News nicht das Feld überlassen!

Klima-Bündnis Lëtzebuerg BürgerInnen 7 August 2019

Mit einer neuen Rubrik auf seiner Webseite möchte das Klima-Bündnis Lëtzebuerg allen Interessierten sowohl wissenschaftliche Fakten als auch Tipps zur besseren Argumentation und Kommunikation rundum das Thema Klima liefern. Denn auch wenn 97% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Klimawandel real und auf menschengemachte Ursachen zurückzuführen ist – und eine schleichende Bedrohung für die Menschheit darstellt – so sind dieseTatsachen für Bürgerinnen und Bürger oft nur schwer nachvollziehbar.

Seit dem Beginn der Diskussionen über den Klimawandel gab es auch kritische Stimmen hinsichtlich dieses komplexen Sachverhalts. Man hört leider immer noch die Ansichten der sogenannten Klimaskeptiker. Aus ihrer Sicht wird eine grundlose Klimahysterie geschürt. Mitausgelöst bzw. verstärkt wird dieser Trend durch zwei Faktoren. Zum einen durch das Erstarken der rechtspopulistischen Bewegungen, deren unwissenschaftliche Aussagen immer wieder aufzeigen, wie leichtfertig eine auf wissenschaftlichen Daten beruhende Tatsache mit simplen und polemischen Aussagen in Zweifel gezogen wird.

Zum anderen nimmt die steigende Interaktion in sozialen Medien alarmierende Tendenzen an. Auf der von Millionen Usern – darunter auch Tausende Luxemburger – genutzten Plattform Facebook ist das Phänomen der „Filterbubble“ dafür verantwortlich, dass Benutzer in einer Informationsblase isoliert werden. Mithilfe von Algorithmen werden Informationen ausgeschlossen, die den bisherigen Meinungen, Ansichten und Wertvorstellungen widersprechen.

Diesen Tendenzen muss entgegengewirkt werden. Wir befinden uns im Informationszeitalter, weshalb es umso wichtiger ist, möglichst schnell gut durchdachte und möglichst einfach formulierte, jedoch fundierte Gegenargumente zu liefern und Handwerkszeuge zu entwickeln, die diese gefährliche Dynamik abbremsen können. Deswegen unsere

neue Rubrik Klim(A)rgumentéieren hier auf klimabuendnis.lu 

mit welcher wir allen Interessierten die Fakten, Bilder und  Metaphern zur Verfügung stellen wollen, mit denen Diskussionen sachlich und bestimmt geführt werden können.

Denn Überzeugungen, Wertvorstellungen, Erfahrungen, Interessen, das soziale und digitale Umfeld und andere Faktoren tragen maßgeblich dazu bei, wie Fakten zum Klimawandel aufgenommen und verarbeitet werden. Es geht darum, zielgruppengerecht, alltags- und praxisnah, klar und einfach zu kommunizieren, Emotionen zu wecken und in Folge den Klimaschutz attraktiver zu machen.

In vielen Gemeinden gibt es Klimateams und Kommissionen, die sich mit der Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen beschäftigen und meist von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, manchmal auch von lokalen NGOs oder Bürgerinitiativen vorangetrieben werden. Genau diese Personen gilt es in diesem Projekt als MultiplikatorInnen zu gewinnen. Am Stammtisch, beim Familienessen, in den sozialen Medien, im Gemeinderat, oder aber auch beim Seniorenkaffee können sie Leute erreichen, die dem Klimawandel immer noch mit Skepsis begegnen. Mit den richtigen Handwerkszeugen kann eine neue und einprägsame Sicht auf die Klimakrise mit all ihren Facetten ermöglicht werden.

Holen wir gemeinsam den Klimawandel aus seiner rein wissenschaftlichen Schublade heraus und lassen ihn soziale Realität werden! Sprechen wir darüber. Bringen wir ihn in den Alltag. Verknüpfen wir ihn mit Geschichten und Botschaften.

 

Klim(A)rgumentéieren basiert auf dem vom österreichischen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus geförderten Projekt „Klimawandel am Stammtisch“ des Klimabündnis Österreich. Hier geht es darum, die Art und Weise, wie der Klimawandel artikuliert wird, in den Mittelpunkt zu stellen.

 

 

            

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