Globales Lernen ist eine gesellschaftliche Aufgabe und wichtiger Bestandteil der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es umfasst Themenfelder aus verschiedenen Lebensbereichen des Alltags – auch aus der Lebenswelt von Kindern – und verbindet sie miteinander. Erfahrungsgemäß werden daher insbesondere die Gestaltungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld – gemäss dem Motto “Global denken – lokal handeln” – als sehr motivierend empfunden, was das Ziel, ein individuelles oder gesellschaftliches Engagement für eine nachhaltigere Entwicklung anzuregen, ein Stück näher rücken lässt. Insbesondere das kritische Hinterfragen der Globalisierung, die Analyse der eigenen Rolle und Verantwortung und der Perspektivenwechsel tragen zu neuen individuelle Fähigkeiten bei und können so später gezielt als Motor von neuen Gruppenaktivitäten der Bildung für nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden.
Aktuell sind in den nächsten Monaten folgende Fortbildungen in Zusammenarbeit mit dem IFEN vorgesehen:
- 23.04.26 + 04.06.26 – « Klimaschonende Ernährung visualisieren mit dem Flächenbuffet (2-teilig) » ASTM
Auf globaler Ebene macht der Fußabdruck unserer Ernährung etwa ein Drittel sowohl des Kohlenstoff- als auch des ökologischen Fußabdrucks aus und ist somit ein wichtiger Indikator für den Druck, den die menschlichen Aktivitäten auf die Natur – insbesondere auf Boden und Klima – ausüben. Diese Thematik kann sehr gut mit Kindern auf lokalem Niveau aufgegriffen werden: Sehr schnell wird klar, dass Klimaschutz täglich auf dem eigenen Teller beginnt.
Diese Fortbildung stellt ein mehrmonatiges interaktives Garten-Projekt vor, das es Schülern ermöglicht, unterschiedliche Gerichte und damit auch ihre Klima- und Flächenrelevanz im Schulgarten zu visualisieren: Wie viel Acker braucht ein Schnitzel mit Bratkartoffeln und wie viel eine Portion Spaghetti mit Tomatensauce? Und wie viel macht ein Glas Bier oder Apfelsaft dazu aus?
Im zweiten Teil der Fortbildung gibt es eine gemeinsame Begehung des Projekes „2000 m2 für unser Essen – Förderung einer nachhaltigen Agrar- und Esskultur in Luxemburg“, das als Gemeinschaftsprojekt von natur&ëmwelt a.s.b.l., co-labor s.c. und IBLA a.s.b.l. auf 2000 m2 die Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten, landwirtschaftlicher Fläche und Umweltschutz anhand des Feldes am Haus vun der Natur in Kockelscheuer darstellt.
(für Lehrpersonal und Erzieher des Cycle 3.2. – 4.2.)
Anmeldung: https://ssl.education.lu/ifen/catalog/course/294382?s=fl%C3%A4chenbuffet
- 21.04.26 – « Nachhaltige Digitalisierung: Wie verringere ich meinen CO2-Fußabdruck bei der Nutzung digitaler Medien? » ASTM und Naturpark Mëllerdall
Diese Fortbildung stellt eine interaktive Aktivität zur nachhaltigen Digitalisierung vor, die Jugendlichen die Umweltauswirkungen digitaler Mediennutzung – insbesondere die Folgen des CO?-, Wasser- und Ressourcenverbrauchs im globalen Süden – näherbringt. Die Nutzung elektronischer Geräte und digitaler Anwendungen verursacht „unsichtbare“ Emissionen, indem sie den Energie- und Ressourcenverbrauch erheblich steigert. Diese schwer greifbaren Belastungen für Klima, Wasser und Rohstoffe werden im Alltag oft übersehen, obwohl sie bereits bei jedem Klick, Stream oder Upload entstehen. Im Rahmen der Fortbildung werden Unterrichtsbeispiele vorgestellt, die zeigen, dass bewusste Entscheidungen im digitalen Alltag einen Unterschied machen und dass Digitalisierung, wenn sie nachhaltig gestaltet wird, aktiv zum Klimaschutz beitragen kann.
Anschauliche Vergleiche, konkrete Tipps und die gemeinsame Erarbeitung eigener Ideen und Methoden, wie der digitale Alltag bewusster und nachhaltiger gestalten werden kann, runden die Fortbildung ab.
(für Lehrpersonal und Erzieher des Cycle 3.2. – 4.2 EF sowie ES)
Anmeldung: https://ssl.education.lu/ifen/catalog/

