Angesichts der Tatsache, dass Luxemburgs unrühmliche Spitzenposition beim Overshoot Day seit Jahren immer wieder bedauert wird, ohne dass sich grundlegend etwas verändert, möchten Mouvement Ecologique und Oekozenter Pafendall exemplarisch aufzeigen, wie der Umgang mit den Ressourcen anders gestaltet werden kann: ein Programm zur Förderung der Renovierung von Gebäuden im Bestand. Hier gehen Ressourcen- und Klimaschutz sowie soziale Aspekte Hand in Hand.
Der bestehende Gebäudebestand muss deutlich stärker in den Fokus rücken. Erhalt, Weiterentwicklung und Nachverdichtung ermöglichen zusätzlichen Wohnraum ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.
Hierfür braucht es einen kohärenten Instrumentenmix, etwa nach dem Grundsatz „Umbau vor Neubau“, eine klare Unterscheidung zwischen Neubau und Umbau in der harmonisierten Bauordnung, die Erleichterung der Nachverdichtung im Bestand sowie angepasste PAG-/PAP-Bestimmungen. Ebenso zentral sind eine grundlegende Weiterentwicklung der Förder- und Finanzierungsinstrumente, der Ausbau des reduzierten Mehrwertsteuersatzes, eine zügige Einführung von Leerstandsabgabe und Grundsteuerreform, eine stärkere Vorbildrolle der öffentlichen Hand sowie eine gezielte Sensibilisierung.
Ohne eine klare Priorität für die Weiterentwicklung des Bestands sind weder die Klimaziele noch eine nachhaltige Wohnraumpolitik erreichbar.
Weitere Details und konkrete Maßnahmen finden sich in der gesamten Stellungnahme: Link

