Ein wichtiger Schritt für das Klima-Bündnis Lëtzebuerg: Das Instrument zur kommunalen CO2-Bilanzierung ist einsatzbereit!

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Ein wichtiger Schritt für das Klima-Bündnis Lëtzebuerg:  Das Instrument zur kommunalen CO2-Bilanzierung ist einsatzbereit!

Ein wichtiger Schritt für das Klima-Bündnis Lëtzebuerg: Das Instrument zur kommunalen CO2-Bilanzierung ist einsatzbereit!

Klima-Bündnis Lëtzebuerg Aus der Praxis 13 Juli 2011

Ein erklärtes Ziel des Klima-Bündnis ist die Verringerung der CO2-Emissionen auf dem Gebiet der Mitgliedsgemeinden. Nachdem in Deutschland, der Schweiz und Italien erfolgreich das internetgestützte Berechnungsprogramm „EcoRegion“ als einheitliches Instrument für die kommunalen CO2-Bilanzierungen eingeführt wurde, ist es nun auch in Luxemburg soweit.

Als Basis für die kommunalen Bilanzen wurde zuerst ein nationales Modell („Ländermodell“) erstellt. Dieses stützt sich auf verschiedene Datengrundlagen, die sowohl von nationalen Instanzen (z.B. der Statec) stammen als auch durch eigene Berechnungen ergänzt wurden. Jede interessierte Kommune kann nun mit Hilfe Ihrer Einwohner- und Arbeitsplatzdaten ein eigenes Emissionsmodell erstellen, welches auf den nationalen Durchschnittswerten beruht und bereits eine erste Einschätzung der CO2-Emissionen sowie ihrer Entwicklung im Lauf der Jahre ermöglicht.

Um die spezifische kommunale Situation genauer abbilden zu können, ist jedoch die Eingabe von weiteren Informationen sinnvoll, wie z.B. Strom- und Gasverbrauch, Produktion und Nutzung von Fernwärme, Einspeisung von lokal erzeugtem Strom aus BHKWs, Photovoltaik, Biogas usw., Bezug von Grünem Strom durch die Gemeindeverwaltung, die Bürger, das Gewerbe, Informationen über den Fahrzeugbestand und die Kilometerleistung, usw.

In einer Pilotphase haben als erste luxemburgische Kommunen die drei Gemeinden Beckerich, Junglinster und Mamer das nationale Modell mit kommunalen Daten ergänzt und verfeinert. Diese ersten kommunalen CO2-Bilanzen wurden auf der Plenarversammlung des Klima-Bündnis Lëtzebuerg in Bettemburg vorgestellt und stießen dort auf großes Interesse. Weitere Mitgliedskommunen haben noch vor Ort ihr Interesse angemeldet, ab dem Herbst eigene kommunale CO2-Bilanzen aufstellen zu wollen, erste Informationstreffen hierzu fanden bereits statt.

Auch dem delegierten Minister für nachhaltige Entwicklung Marco Schank wurde das CO2-Bilanzierungstool mittlerweile vorgestellt. Das Klima-Bündnis Lëtzebuerg plädiert weiterhin dafür, dieses Bilanzierungstool zu einem wichtigen Bestandteil des in Planung befindlichen „Klimapakt“ zwischen Staat und Gemeinden zu machen, damit, wie in der Resolution anlässlich der Plenarsitzung in Bettemburg festgehalten „ … der Klimapakt entsprechend dazu genutzt wird, um neben qualitativen ebenfalls quantitative Reduktionsziele festzulegen und zu erreichen“.

Monique Leffin & Paul Polfer,  Nationale Koordination

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