Luxemburg soll endlich die ILO-Konvention 169 ratifizieren

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Luxemburg soll endlich die ILO-Konvention 169 ratifizieren

Luxemburg soll endlich die ILO-Konvention 169 ratifizieren

ASTM - Action Solidarité Tiers Monde Aus der Praxis 24 September 2015

ASTM, Klima-Bündnis Lëtzebuerg, Bridderlech Deelen und Caritas Luxembourg fordern die luxemburgische Regierung auf, während ihrer EU- Präsidentschaft ein starkes Signal setzen und gemäß der Motion der Chambre vom 12.6.2012 endlich die ILO-Konvention 169 zu ratifizieren.

Um die Öffentlichkeit über Sinn und Zweck dieser Konvention zu informieren, organisieren die Vereinigungen auf der Oekofoire vom 25. bis 27. September einen Informationsstand unter dem Motto: „Den Indigenen hir Rechter stäerken fir eist Klima ze schützen“.

Daumen drücken für die Rechte der Indigenen und den Klimaschutz

Unter diesem Motto rufen ASTM, Klima-Bündnis Lëtzebuerg, Bridderlech Deelen und Caritas Luxembourg auch die Öffentlichkeit auf, vom 25. bis zum 27. September am ihrem Informationsstand 3B63 auf der Ökofoire, ihre Solidarität mit einem Daumenabdruck zu symbolisieren und somit auch Druck auf die luxemburgische Regierung zu machen.

Was ist die ILO-169?

Die Konvention ILO-169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Schutz indigener Völker ist das einzige verbindliche internationale Abkommen, das die Landrechte indigener Völker sichern kann. Sie stellt UN-Mindeststandards dafür auf, wie indigene Völker konsultiert werden müssen und mitentscheiden dürfen, wenn Projekte wie zum Beispiel Staudämme und Minen sie betreffen. Bisher haben 22 Staaten die Konvention ratifiziert, darunter die Niederlande, Dänemark, Norwegen und Spanien. Jedes Land, das dies tut – egal ob dort indigene Völker leben oder nicht –, stärkt dadurch ihre Rechte und gibt ihnen eine bessere Chance zu überleben. Luxemburg hat die Konvention bisher nicht ratifiziert.

Schlüsselrolle beim weltweitem Schutz der Wälder, Artenvielfalt und des Klimas

Die Konvention hilft: Sie spielt eine Schlüsselrolle beim weltweitem Schutz der Wälder, der Artenvielfalt und des Klimas, indem sie jenen Menschen die Kontrolle über ihr Land und Wälder gewährleistet, die sie seit Generationen durch nachhaltige Bewirtschaftung erhalten: Die etwa 370 Millionen Indigenen haben eine besondere Beziehung zur Natur, die ihre Kultur über Jahrhunderte geprägt hat. Und so ist es kein Zufall, dass soviele der weltweit verbliebenen Regenwälder und Arten auf dem Land indigener Völker zu finden sind.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie  im Heft “Das Land, das wir uns nehmen”, welches anlässlich der gemeinsamen Ausstellung von Klima-
Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder herausgegeben wurde.

 

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