Luxemburger Naturfotos für den Regenwald

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Luxemburger Naturfotos für den Regenwald

Klima-Bündnis Lëtzebuerg Aus der Praxis 28 Juli 2015

Fernand Schiltz spendet Erlös seiner Ausstellung für Organisation in Ecuador

Luxemburg. Mit der Ausstellung “NATUR PUR 2” hat Fernand Schiltz, Bürgermeister der Gemeinde Contern und passionierter Hobby-Fotograf, sein künstlerisches Talent für die gute Sache eingesetzt. Anlässlich seines Amtsantrittes als neuer Bürgermeister der Gemeinde Contern im Herbst kam die Idee auf, mit einer Verkaufsaktion seiner Bilder eine Partnerorganisation der Action Solidarité Tiers Monde (ASTM) und des Klima-Bündnis Lëtzebuerg zu unterstützen.

Die großformatigen Tier- und Landschaftsaufnahmen, die die ganze Bandbreite heimischer Biodiversität zeigen, waren vom 10. Februar bis zum 26. März im Bio-Restaurant “Casa Fabiana” zu sehen und haben mittlerweile alle Käufer gefunden. “Ich möchte den Dank an die Käufer meiner Bilder weitergeben, die mit ihrer Geste zeigen, wie wichtig ihnen Solidarität ist, Solidarität für Menschen hier und in anderen Ländern, die im Gegensatz zu uns für die Einhaltung ihrer Rechte kämpfen müssen”, so Fernand Schiltz anlässlich der Schecküberreichung im Centre d’Information Tiers Monde, dem Dokumentationszentrum der ASTM.

Zweitausend Euro konnte Fernand Schiltz an ASTM-Präsident Richard Graf zur Unterstützung der ecuadorianischen Organisation “Frente de Defensa de la Amazonia” (FDA) überreichen. Nachdem die Gemeinde Contern im Rahmen ihrer Klima-Bündnis-Aktivitäten den Beschluss gefasst hat, diese Organisation zu unterstützen und von Oktober 2015 bis März 2016 ein langfristiges Bildungs- und Veranstaltungsprogramm zu organisieren, soll auch der Erlös dieser privaten Initiative dem Partner in Ecuador zugute kommen. “Die Arbeit der FDA zielt langfristig vor allem auf die Erhaltung der natürlichen Grundlagen für eine nachhaltige Lebensweise der lokalen Bevölkerung ab – von der Natur leben, ohne sie zu zerstören – und fügt sich so nahtlos in die Philosophie der ASTM und des Klima-Bündnisses ein. Der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung kommt damit auch in Luxemburg eine entscheidende Bedeutung zu”, erläuterte Richard Graf die Gemeinsamkeiten der Partnerorganisationen.

Die FDA befähigt die lokale Bevölkerung über Fortbildungen zu Umwelt- und Menschenrechten, sich mit Hilfe lokaler Dorfentwicklungspläne gegen multinationale Firmen – insbesondere gegen die Erdölförderung – in ihrem Gebiet zu wehren. Bereits im Prozess gegen Chevron-Texaco hat die Organisation über Jahre hinweg den Weg für das 2011 gefällte Urteil geebnet, in dem Chevron-Texaco eine Strafe von rund 9 Milliarden Dollar zur Beseitigung der verursachten Umweltschäden auferlegt wurde. Paul Polfer, Nationalkoordinator des Klima-Bündnis Lëtzebuerg äußerte die Hoffnung, dass auch über Initiativen wie diese die Grundidee des Klima-Bündnis sich noch mehr verbreite und sich noch mehr Gemeinden aus Luxemburg künftig dem Klima-Bündnis anschließen werden: “Grundgedanke des Klima-Bündnis ist und bleibt die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils, der ganz entscheidend mit der Erhaltung der Ressourcen in den Regenwäldern der Erde zusammenhängt.” Die geplanten Freihandelsabkommen unterstützen dagegen die Politik des Extraktivismus u.a. in Lateinamerika, also der weiteren Ausbeutung von Ressourcen zum Nachteil der lokalen Bevölkerung und zur Aufrechterhaltung unseres Konsums.

Mehr Informationen zur ASTM und zu den Partnerorganisationen unter http://www.astm.lu .

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