Wie kann sich eine Stadt auf häufigere Dürren und Starkregenereignisse vorbereiten? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 30 Teilnehmende beim 3. Klima-Bürgerforum für das Klima, das im Rahmen der Escher Klimawoch 2026 stattfand. Im Mittelpunkt stand das Thema Wasser und die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Gemeinden.
Ein zentrales Ergebnis der Diskussionen: Esch braucht mehr natürliche Flächen. Viele Teilnehmende kritisierten die hohe Anzahl versiegelter Flächen im Stadtzentrum und forderten mehr Grünflächen, um Regenwasser besser aufnehmen zu können und das Risiko von Überschwemmungen zu verringern. Positiv hervorgehoben wurden bestehende Renaturierungsprojekte wie jene der Dipbach sowie Förderprogramme zur Entsiegelung privater Grundstücke.
Auch die Trinkwasserversorgung war ein Thema. Fachleute betonten, dass das Luxemburger Leitungswasser von ausgezeichneter Qualität ist und streng kontrolliert wird. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Schutz der Wasserressourcen angesichts zunehmender Trockenperioden und der Belastung durch menschliche Aktivitäten immer wichtiger wird.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Sensibilisierung der Bevölkerung. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Herausforderungen rund um Wasserknappheit, Starkregen und Klimaanpassung noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken müssen. Ebenso wurde der Wunsch geäußert, den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten sowie politischen Entscheidungsträgern weiter auszubauen.
Das Klima-Bürgerforum zeigte einmal mehr: Klimaanpassung beginnt vor Ort. Und die Bürgerinnen und Bürger haben klare Vorstellungen davon, wie ihre Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden kann.

