Das Flächenbuffet – Wie viel Acker kommt auf den Teller?

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Das Flächenbuffet – Wie viel Acker kommt auf den Teller?

Das Flächenbuffet – Wie viel Acker kommt auf den Teller?

Gemeinden 15 Oktober 2019

Das Flächenbuffet

Wie viel Acker kommt auf den Teller?

 

Mehrere Pilotgemeinden haben sich gefunden, um gemeinsam mit dem Klimabündnis Co-Labor und IBLA das Projekt „Flächenbuffet“ mit verschiedenen Akteuren aus Schule, Maison Relais und Jugendhaus im Schuljahr 2019/2020 auszubauen und umzusetzen.


Was ist ein Flächenbuffet?

Das Flächenbuffet soll aufzeigen, wie groß die Anbaufläche für die Zutaten ausgewählter Gerichte ist. Hierbei werden zum Beispiel bei einer Spaghetti Bolognese nicht nur die Tomaten, die zu Sauce verarbeitet werden, oder der Weizen, der zu Mehl und später zu Nudeln verarbeitet wird, sondern auch die Nutzpflanzen, welche als Futtermittel an die Tiere verfüttert werden, auf der Ackerfläche angebaut.

So veranschaulichen unterschiedliche Größen an Beeten die Menge, die jeweils für eine bestimmte Mahlzeit gebraucht werden. Ein Flächenbuffet macht so den Ackerflächen-Fußabdruck unserer Ernährung mit allen Sinnen begreifbar und regt zum Überdenken unserer Ernährungsgewohnheiten an.

Das Flächenbuffet bietet somit nicht nur konkreten Anschauungsunterricht, indem es zeit, welche und wieviel Rohstoffe für verschiedene Gerichte notwendig sind. Vielmehr kann durch eine Integration der Idee in Schulgärten und die damit verbundene gärtnerische und sensibilisierende Tätigkeit Jugendlichen und Erwachsenen ein neues Bewusstsein für lokale und ökologische Produkte vermittelt werden.

Eine solche Herangehensweise ermöglicht die Behandlung diverser Themenfelder: Konsummuster, Abfall und Verbrauch, Landraub, Fleischkonsum, Energie-Importe und vieles mehr. Die Ursprungsidee des Flächenbuffets stammt aus dem „Weltacker“ in Berlin.

 

Was ist ein Weltacker?

Wenn wir die weltweit zur Verfügung stehende Ackerfläche von 1,5 Milliarden Hektar durch die Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen teilen, dann ergibt das 2.000m2pro Kopf.
Auf einer überschaubaren Ackerbaufläche von 2.000m2müsste also alles wachsen, was ein einzelner Mensch konsumiert und zum Leben benötigt: Brot, Reis, Kartoffeln, Obst, Gemüse, das Futter für die Tiere (deren Fleisch, Milch und Eier verzehrt werden), Baumwolle für Textilien, Tabak für Raucher, Bio-Diesel für Autos und vieles mehr.

Berechnet man jedoch genauere Daten der Verwendung der Ackerbauflächen, so fällt auf, dass innerhalb der EU für jede Person etwas mehr als 2.000m2verwendet wird. Diese Menge an Ackerfläche pro Person steht in der europäischen Landwirtschaft allerdings nicht zur Verfügung, weswegen enorme zusätzliche Flächen in Form von Waren importiert werde

n. Die Kehrseite unseres Konsums bedeutet somit, dass andere Nationen weniger Ackerland für die eigene Bevölkerung zur Verfügung haben. Wem fehlen also all die Quadratmeter, die wir zu viel verbrauchen?

Um sich die Verteilung der weltweit angebauten Nutzpflanzen vorstellen zu können, entstand die Ursprungsidee des „Weltackers“ in Berlin. Der Weltacker stellt somit den weltweiten Durchschnittsacker dar. Auf 2.000m2wachsen alle Ackerkulturen im gleichen Verhältnis, wie sie weltweit angebaut werden und stellen die Fläche dar, die jedem Menschen bei gleicher Verteilung der Ressource „Land“ zur Verfügung stünde.

Auch in Luxemburg, am Haus von der Natur in Kockelscheuer gibt es seit Oktober 2018 einen 2.000m2-Weltacker. Hier werden die Zusammenhänge zwischen unseren Ernährungsgewohnheiten, landwirtschaftlicher Fläche und Umweltschutz anhand eines Feldes dargestellt und begehbar gemacht.

 

Weitere Informationen unter klima@astm.lu.

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