Am Montag, den 20.04.2009, 22.00 Uhr läuft im WDR-Fernsehen:
Geschäfte mit heißer Luft – der Handel mit den Treibhausgasen
Ein Film von Cornelia Uebel und Yüksel Ugurlu. Redaktion: Klaus Martens
Nach jahrelangen Verhandlungen hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtetet, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Den Entwicklungsländern soll zu umweltfreundlichem Wachstum verholfen werden. Gute Zeiten fürs Klima, sollte man meinen. Das Kyoto-Protokoll hat der internationalen Investment- und Finanzbranche aber einen ganz neuen Markt eröffnet: das Geschäft mit Emissionszertifikaten. Im Auftrag von Banken und internationalen Unternehmensberatern reisen Agenten durch Länder wie Brasilien, Indien oder China und suchen schwelende Mülldeponien, gefährliche Kohlegruben und stinkende Chemiefabriken. Denn hier, auf den „Müllkippen“ der 3. Welt, können Klimagifte billig eingespart und damit viele der begehrten „credits“ produziert werden: Die Emissionsgutschriften kauft die europäische Industrie auf, um teure Klimaschutz-Investitionen in den eigenen Werken zu vermeiden. Von solchen Geschäften erzählt die story. Sie beginnt auf einer Messe in Köln, auf der CO2 Zertifikate gehandelt werden, die am Ende dazu führen, dass Klimakiller aus europäischen Industrieanlagen weiter in die Luft entsorgt werden können.

